Enchantés!
So lief unser Frankreichaustausch in die Auvergne.
Am Samstag, den 1. Februar, fuhren wir um 7 Uhr los. Wir waren alle müde und hatten eine 14-stündige Busfahrt vor uns. Die Zeit verging schnell und ehe wir uns versahen, waren wir nur noch eine Stunde von Billom entfernt, dem Ort, wo unsere Gastfamilien auf uns warten würden. Wir waren alle sehr aufgeregt und freuten uns, unsere Austauschpartner und ihre Familie kennenzulernen. Dazu verbrachten wir den ganzen Sonntag gemeinsam bei tollem Wetter.
Am Montag fuhren wir zwei Stunden durch die schöne Vulkanlandschaft zum Berg Mont Dore, um Schlitten zu fahren. Das war sehr spaßig und die Lehrer haben sich einen Wettbewerb geliefert, wer am schnellsten unten ist.
Den nächsten Tag verbrachten wir in der nächstgrößeren Stadt Clermont-Ferrand. Als Erstes besuchten wir ein internationales Kurzfilmfestival. Danach diskutierten wir in deutsch-französischen Gruppen, welche Filme uns am besten gefallen hatten. Daraufhin hatten wir zwei Stunden Freizeit, die wir mit Pizzaessen und Shoppen verbrachten. Zuletzt besichtigten wir das Museum „Aventures Michelin“, wo die Geschichte des berühmten Reifenherstellers gezeigt wird.
Den Schulalltag der französischen Jugendlichen erlebten wir am Mittwochvormittag. Es war sehr interessant, da es große Unterschiede zwischen der französischen und deutschen Schule gibt. Dort gibt es zum Beispiel Aufsichtspersonen (frz. surveillantes), die alles überwachen und sehr streng sind. Außerdem kannten sie von jedem Schüler den Namen, was wir etwas seltsam fanden.
Der Donnerstag startete mit einer zweisprachigen Stadtführung durch Billon, denn der französische Guide konnte unglaublich gut deutsch. Wir erfuhren sehr viel über die Geschichte von Billom. Da wir nach der Tour etwas durchgefroren waren, wärmten wir uns in einem süßen kleinen Café mit heißer Schokolade und leckerem Süßgebäck auf. Danach machten wir eine Stadtrallye, in der wir mit unseren Handys Interviews und Fotos mit fremden Leuten machen sollten. Das war unser Highlight, da alle Leute sehr nett und aufgeschlossen waren.
Am Nachmittag bereiteten wir den deutsch-französischen Discoabend vor. Eine Gruppe kümmerte sich um die Musik, die andere erstellte ein witziges Pubquiz. Abends feierten und aßen wir, da ein riesiges Buffet aufgebaut war, wozu alle Gastfamilien etwas beigetragen hatten. Wir tanzten zu deutschen, französischen und englischen Liedern und hatten sehr viel Spaß. Zum Abschluss spielten wir das selbsterstellte Pubquiz.
Dann kam auch schon der Tag des Abschieds. Die Zeit verging im Flug und wir umarmten uns innig. Wir versprachen uns in Kontakt zu bleiben, bis die Franzosen uns im Frühjahr 2026 in Mühldorf besuchen.
Es war eine wunderschöne Erfahrung und wir würden es jedem weiterempfehlen, einen Austausch zu machen. Wir sind zusammengewachsen und haben Freunde für das ganze restliche Leben gefunden. Außerdem wird man selbstbewusster und offener. Noch dazu vertieft man seine Sprachkenntnisse und lernt flüssiger zu sprechen. Man erlebt viele neue Dinge und lernt die Kultur des Landes besser kennen.
Mia Siegl und Annalena Gillhuber, 8. Klasse