Das Ruperti hat gewählt!
Linke und CSU als Wahlsiegerinnen, AfD erreicht lediglich 7,9 %
Am Donnerstag, dem 20.02.2025 wurde es am Ruperti-Gymnasium in Mühldorf spannend: Es stand die Auszählung der Erst- und Zweitstimmen für den Einzug in den Deutschen Bundestag an – und zwar den, den die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10-12 des Ruperti-Gymnasiums gewählt hätten. Von 256 Wahlberechtigten gaben 229 ihre Stimme ab – natürlich gemäß den allgemeinen Wahlrechtsgrundsätzen. Damit lag die Wahlbeteiligung bei sensationellen 89,45% - und damit sogar noch über der gesamtdeutschen von 82,5%. Bei der Erststimme setzte sich analog zur den tatsächlichen Ergebnissen auch bei den Schülerinnen und Schülern Stephan Mayer von der CSU als Gewinner des Wahlkreises durch, allerdings mit lediglich 33,5%, gefolgt von Julia Weisenberger von der Linken, die 23,8% erreichte. Auffällig ist das schlechte Abschneiden der AfD, die mit lediglich 7,9% nicht einmal ansatzweise an die Ergebnisse der Bundestagswahl anknüpfen konnte.
An der Juniorwahl 2025 zum deutschen Bundestag nahmen bundesweit 7.210 Schulen teil. Das Konzept basiert, anders als beispielsweise bei der U18-Wahl, auf zwei Säulen. Zum einen erfolgt eine inhaltliche Vorbereitung. Die Schülerinnen und Schüler des Ruperti-Gymnasiums haben zusammen mit ihren Lehrern in Politik und Gesellschaft besprochen, welches Gremium gewählt wird, wie das Wahlsystem funktioniert und welche Parteien zur Auswahl stehen. Die zweite, sehr gewinnbringende Säule, ist die Simulation des Wahlaktes selbst. Schülerinnen und Schüler, die sich als Wahlhelfer engagierten, legten Wählerverzeichnisse an, versendeten Wahlbenachrichtigungen und beaufsichtigten den korrekten Ablauf der Wahl. Zum Schluss wurde ausgezählt und das Ergebnis in einer Wahlniederschrift vermerkt. Das Ergebnis der Juniorwahl, die parallel zu Landtags-, Europa- und Bundestagswahlen durchgeführt werden kann, wird traditionell erst am echten Wahltag ab 18.00 Uhr veröffentlicht. Träger des Konzepts ist der parteiunabhängige Verein „Kumulus“.
Update (20.03.2025):
Die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer haben ihre Wahlhelferurkunden erhalten als Anerkennung für ihre Dienste am demokratischen System.